1.4.2013 Warngau. An einem unbeschrankten Bahnübergang im Gemeindebereich von Warngau kam es am Ostermontag, 01.04.2013, zu einem folgenschweren Zusammenstoß zwischen einem Pkw und einem Regionalzug. Eine Frau wurde dabei getötet, eine weitere Frau und ein Kind wurden schwer verletzt. Die Ermittlungen zur Unfallursache führt die Polizeiinspektion Holzkirchen.

Ein Pkw Fiat mit Münchner Zulassung war gegen 09:45 Uhr auf der Ortsverbindungsstrasse zwischen Warngau und Piesenkam gefahren. Im Fahrzeug saßen zwei 53 und 30 Jahre alte Frauen aus München und der 7-jährige Sohn der 30-Jährigen. An einem unbeschrankten Bahnübergang wurde der Fiat an der Beifahrerseite von einem Regionalzug erfasst und etwa 30 Meter weggeschleudert. Die beiden Frauen mussten von den alarmierten Rettungskräften aus dem völlig demolierten Fahrzeugwrack geborgen werden, das Kind war von Ersthelfern aus dem Wagen befreit worden.

Der 53-Jährigen konnten aber auch die eingesetzten Ärzte nicht mehr helfen, sie war bereits tot. Mutter und Sohn wurden mit schweren Verletzungen von zwei Rettungshubschraubern in Münchner Kliniken geflogen. Die behandelnden Ärzte teilten dort am frühen Nachmittag mit, dass zumindest der 7-Jährige außer Lebensgefahr ist. Alle Fahrzeuginsassen waren angegurtet gewesen. Welche der beiden Frauen den Fiat zur Unfallzeit fuhr, ist derzeit noch nicht sicher geklärt.

In dem Regionalzug, der von München nach Lenggries unterwegs war, wurde keiner der etwa 50 Fahrgäste verletzt. Der Lokführer erlitt jedoch einen Schock und musste ärztlich betreut werden. Der Zug wurde bei dem Zusammenstoß zwar erheblich beschädigt, konnte nach der Unfallaufnahme aber aus eigener Kraft noch bis zum nächsten Bahnhof fahren. Die Bahnstrecke selbst konnte um kurz vor 14:00 Uhr wieder für den Zugverkehr freigegeben werden.

Auf Weisung der Staatsanwaltschaft München II wurde ein Sachverständiger an den Unfallort gerufen, der zusammen mit den Polizeibeamten aus Holzkirchen den genauen Unfallhergang rekonstruieren wird.