16.12.2012 Niederbayern. In der Nacht auf Sonntag, 16.12.2012, kam es durch überfrierende Nässe erneut zu einer Vielzahl von Verkehrsunfällen, bei denen zwölf Personen verletzt wurden.

Mit Beginn der Nachtschicht hatten die niederbayerischen Dienststellen erneut alle Hände voll zu tun, um zahlreiche Verkehrsbehinderungen und -unfälle zu bewältigen. Besonders ab Mitternacht bis in die frühen Morgenstunden hinein war eine deutliche Zunahme der glatteisbedingten Verkehrsunfälle zu verzeichnen. Eine auffällige Häufung wurde in diesem Zeitraum im Raum Passau festgestellt, wo es auf spiegelglatten Fahrbahnen teilweise kein Fortkommen mehr gab.

In der Zeit von 18.00 bis 05.00 Uhr wurden 37 Verkehrsunfälle registriert. Bei fünf der Karambolagen kamen Personen zu Schaden. Insgesamt waren 12 Verletzte zu beklagen, 7 davon schwer, was heisst, dass diese in stationäre Behandlung in verschiedene Krankenhäuser aufgenommen werden mussten.

Wegen nicht angepasster Geschwindigkeit bei gefährlichen Straßenverhältnissen kam es auf der Staatsstraße 2127 bei Aicha v. Wald im Landkreis Passau zu einem Unfall, an dem drei Fahrzeuge beteiligt waren. Dabei geriet der Unfallverursacher auf die Gegenfahrbahn und stieß dort mit einem entgegen kommenden Pkw zusammen. Dieser kam dann seinerseits nach links und erfasste ein weiteres Auto. Allein bei diesem Unfall wurden vier Insassen verletzt, wobei zwei vom Rettungsdienst ins Klinikum Passau eingeliefert wurden. Die drei erheblich beschädigten Fahrzeuge mussten von Abschleppdiensten geborgen werden. Der Gesamtschaden liegt bei ca. 20.000 Euro.

Wie chaotisch sich die Gesamtsituation teilweise darstellte, lässt sich an einem eindrucksvollen Beispiel schildern: Im Stadtgebiet von Passau rutschte ein Pkw in der Reichenberger Straße gegen einen Carport. Zunächst hatte auch die gerufene Polizeistreife erhebliche Schwierigkeiten, den Einsatzort zu erreichen. Von den Beamten vor Ort wurde dann die Feuerwehr angefordert, da der Carport einzustürzen drohte.
In dem diesbezüglich abgesetzten Funkspruch wurde dann ausdrücklich darauf gedrängt, mit Schneeketten anzufahren , da die Unterstützungskräfte „hier sonst alles zusammen fahren – es ist spiegelglatt“. Wenigstens wurde bei diesem „Großeinsatz“ niemand verletzt.

So schwierig die Verkehrslage war und ist, so kann man es doch als vorteilhaften Umstand bezeichnen, dass am heutigen Sonntag kein Berufsverkehr ansteht und keine Lkw auf den Straßen unterwegs sind.