19.12.2012 Bad Kissingen-Garitz. Ein Spezialeinsatzkommando der bayerischen Polizei hat am Dienstagabend einen Mann in seiner Wohnung überwältigt. Der 33-Jährige hatte sich dort verbarrikadiert und gedroht, sich mit einem Messer umzubringen und auf die Beamten loszugehen. Er wurde mit Schnittverletzungen, die er sich selbst zugefügt hatte, in eine Klinik gebracht.

Gegen 19.30 Uhr hatte sich ein Bekannter des Mannes bei der Bad Kissinger Polizei gemeldet und mitgeteilt, dass der 33-Jährige, der an diesem Tag Geburtstag feierte, gedroht hatte, sich mit einem großen Küchenmesser umzubringen. Als erste Streifenbesatzungen der örtlichen Polizeidienststelle eintrafen, drohte der Mann damit, mit dem Messer gegen die Beamten vorzugehen.

In der Folge wurde ein Großaufgebot der Polizei zusammengezogen. Auch die Verhandlungsgruppe der Polizei war im Einsatz. Die Beamten hatten zwischenzeitlich auch telefonischen Kontakt mit dem Mann, der aber nicht zur Aufgabe zu überreden war.

Es wurde daraufhin ein Spezialeinsatzkommando der Polizei angefordert, das gegen 22.30 Uhr den 33-Jährigen in seiner Wohnung überwältigte. Der Mann hatte sich bereits einige Schnittverletzungen zugefügt. Er wurde vor Ort medizinisch versorgt und anschließend in ein Bad Kissinger Krankenhaus gebracht.

Noch vor dem Zugriff der Polizei waren die Bewohner des Mehrfamilienhauses ins Freie gebracht worden. Die Personen, unter denen sich auch einige ältere Menschen befanden, wurden vor Ort vom Rettungsdienst versorgt. Nach Abschluss des Polizeieinsatzes konnten die Leute wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Im Einsatz waren neben der Polizei auch etwa 15 Mann des Rettungsdienstes, darunter auch ein Notarzt. Auch die Feuerwehr war vor Ort.

Die weiteren Ermittlungen führt jetzt die Polizeiinspektion Bad Kissingen. Die näheren Hintergründe des Falles sind noch nicht genau geklärt. Offenbar spielte auch Alkohol eine Rolle.