23.1.2013 Memmingen. Die Brandbekämpfung in der Memminger Altstadt gestaltet sich schwieriger als zunächst erwartet. Die Löscharbeiten dauern noch immer an. Der Brandschaden wird nach ersten Schätzungen deutlich über 500.000 Euro betragen.

Der Brand in dem Altbaugebäude am Schrannenplatz wurde von der Feuerwehr bereits am frühen Vormittag unter Kontrolle gebracht. Als schwierig hinsichtlich der Brandbekämpfung stellten sich jedoch die Fehlböden in dem Altbau dar. Über die durchlaufenden Böden gelangte das Feuer auch in unmittelbar an das Brandobjekt am Schrannenplatz angebaute Gebäude in der Rabenstraße.

Da ein direktes Betreten des Brandortes momentan zu gefährlich ist, können die Glutnester in den Fehlböden nur über das Dach bekämpft werden. In Zusammenarbeit mit dem Technischen Hilfswerk Memmingen müssen die Feuerwehren aus Memmingen und Ottobeuren nun in dem Gebäude am Schrannenplatz, voraussichtlich aber auch in dem dahinter angebauten Gebäude, den Dachstuhl einreißen. Hierzu wird ein derzeitiger Planung ein Kran eingesetzt werden.

Nach derzeitigem Kenntnisstand werden die Feuerwehrarbeiten am Brandgebäude noch in den Abend hineinein, eventuell sogar über die Nacht andauern. Momentan sind etwa 130 Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen, der Feuerwehr und der Polizei im Einsatz. Für Luftaufnahmen, die auch den weiteren Ermittlungen der Kriminalpolizei Memmingen dienlich sein werden, wurde ein Polizeihubschrauber angefordert.

Die Verletzungen von zwei der drei verletzten Bewohner stellten sich als nicht ganz so schwer dar wie anfangs angenommen. Der 26 Jährige und die 79 Jährige wurden glücklicherweise nur leicht verletzt.

Angaben zur Brandursache sind derzeit noch nicht möglich.