25.4.2013 Ruderting. In einem Mehrfamilienhaus im Rudertinger Lindenweg wurde in den Morgenstunden des Donnerstag ein 32-jähriger Mann, der sich beim Nachbarn wegen Lärm beschweren wollte, angeblich von einem Gast in dieser Wohnung mit einer Schusswaffe bedroht.

Der 32-jährige zog sich danach wieder zurück und verständigte über Notruf die Polizei. Auch der „Bedroher“ verschwand wiederum in „seiner“ Wohnung. Es wurde niemand verletzt.

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften war damit beschäftigt, das Areal um das Mehrfamilienhaus unverzüglich weiträumig abzusperren. Die übrigen Bewohner des Hauses wurden weitestgehend evakuiert, so dass eine Gefährdung der übrigen Hausbewohner und auch der Bevölkerung nahezu ausgeschlossen war. Ob und um welche Waffe es sich dabei gehandelt haben soll, kann derzeit noch nicht gesagt werden.

Speziell geschulte Beamte der niederbayerischen Verhandlungsgruppe waren im Einsatz um Kontakt zum angeblichen „Bedroher“ herzustellen. Ebenso wurden polizeiliche Spezialkräfte, darunter auch Diensthunde alarmiert.

Gegen 08.25 Uhr konnten drei Personen aus der besagten Wohnung bei günstiger Gelegenheit durch Passauer Beamte dingfest gemacht werden. Darunter, neben zwei Frauen, auch ein Mann, der vorläufig festgenommen und zur Dienststelle verbracht wurde. Über das Auffinden einer Waffe ist bislang nichts bekannt. Die Personalien der Personen stehen derzeit noch nicht zweifelsfrei fest.

Nähere Details und Umstände zu dem Fall müssen jetzt durch entsprechende Vernehmungen und Durchsuchungen in Erfahrung gebracht werden. Die Einsatzkräfte werden nach und nach aus dem Einsatz entlassen.