27.12.2012. Ein defekter Reifen führte am 2. Weihnachtsfeiertag auf der A 3 zu einem schweren Verkehrsunfall mit vier Verletzten, der ein Großaufgebot an Rettungskräften erforderlich machte. Ein 12-jähriges Mädchen wurde sogar aus dem sich überschlagenden Auto geschleudert und hatte dabei aber wiederum großes „Glück im Unglück“.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag war gegen 17:00h eine Familie aus dem Kreis Mettmann auf der A 3 unterwegs in Richtung Lkrs. Passau. Neben dem Ehepaar und der 12-jährigen Tochter befanden sich noch drei weitere Bekannte mit in deren siebensitzigem Geländewagen.

Kurz vor der Ausfahrt Iggensbach platzte einer der Hinterreifen, wodurch das Fahrzeug stark ins Schlingern geriet. Dem Familienvater gelang es nicht mehr, das abzufangen, in Folge überschlug sich der Pkw und kam rechts neben der Fahrbahn auf dem Dach zum Liegen. Ersthelfer hielten sofort an und befreiten alle Personen aus dem Auto. Die 12-jährige Tochter wurde durch eine Seitenscheibe bei dem Überschlag sogar aus dem Auto geschleudert und hatte mehr als einen „Weihnachts-Schutzengel“, dass sie nicht von diesem erdrückt wurde.

Leider musste durch die den Unfall aufnehmenden Polizeibeamten festgestellt werden, dass sowohl das Mädchen als auch ein Großteil der übrigen Insassen nicht angegurtet waren. Die teils schweren Verletzungen, welche bei vier Personen einen stationären Krankenhausaufenthalt zur Folge hatten, hätten mit Sicherheit gemildert, wenn nicht gar vermieden werden können. Da der Vater nicht für eine ordnungsgemäße Sicherung seiner Tochter sorgte, erwartet ihn nun ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung. An seinem Auto entstand Totalschaden in Höhe von etwa 10.000 Euro.

An der Unfallstelle war ein Großaufgebot an Rettungskräften. Neben mehreren freiwilligen Feuerwehren waren mehrere Krankenwagen, Notärzte sowie ein Rettungshubschrauber vor Ort. Für die Dauer der Unfallaufnahme war die rechte Fahrspur gesperrt, was einen Rückstau im Weihnachtsverkehr von etwa vier Kilometern zur Folge hatte.