27.4.2013 Dieberg. Beim Überqueren eines unbeschrankten Bahnübergangs wurde ein Autofahrer vom Zug erfasst, in seinem Fahrzeug eingeklemmt und schwerverletzt.

Am Freitag, gegen 15:20 Uhr, missachtete ein 58-jähriger Mann aus Furth im Wald mit seinem Pkw, Marke Kia, das Rotlicht an einem unbeschranktem Bahnübergang im Bereich Dieberg und stieß dort mit einem Triebwagen der tschechischen Regionalbahn, die in Richtung Tschechien unterwegs war, zusammen.

Bei dem Zusammenstoß mit dem Zug wurde der Pkw nach rechts gegen die Signalanlage gedrückt. Der schwerverletzte Fahrer war im Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Er wurde mit dem Hubschrauber in das Klinikum Straubing verlegt, da zunächst Lebensgefahr nicht auszuschließen war. Zwischenzeitlich ist der Mann jedoch außer Lebensgefahr. Im Kofferraum des Autos befand sich ein größerer Hund, der herausgeschleudert und getötet wurde.

In dem Regionalzug befand sich neben dem Lok-Führer und dem Schaffner nur ein Fahrgast. Schaffner und Fahrgast blieben unverletzt, der Lok-Führer erlitt einen Schock. Während der Unfallaufnahme war die Bahnstrecke von Furth im Wald nach Domazlice gesperrt.
Am Pkw entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von ca. 10.000 Euro. Der Schaden am Triebwagen kann erst nach Rücksprache mit dem Notfallmanager der Bahn geschätzt werden. Beide Fahrzeuge, Pkw und Triebwagen, waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.

An der Unfallstelle waren neben mehreren Beamten der Polizeiinspektion Furth im Wald auch Beamte der Bundespolizeiinspektion Waldmünchen. Die Feuerwehren aus Furth im Wald und Schafberg bargen den schwerverletzten Fahrer und leiteten den Verkehr um.
Bei der Angehörigenverständigung wurden Fachkräfte der Notfallseelsorge hinzugezogen.