28.1.2013. Wasserrettungskräften und Polizei gelang am Sonntagnachmittag die Bergung eines in den zugefrorenen Griessee eingebrochenen 76-Jährigen Mannes. Bei der dramatischen Rettungsaktion wurden auch drei Ersthelfer verletzt.

Am Sonntag, den 27.1.2013, um 17:43 Uhr, ging bei der Einsatzzentrale der Polizei ein Notruf ein, dass eine Person am Griessee ins Eis eingebrochen ist. Ein Großaufgebot an Rettungskräften wurde daraufhin an die östliche Seeseite beordert.

Eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Trostberg und ein Wasserretter der DLRG Seeon-Truchtlaching trafen zuerst an der Unglücksstelle ein. Die Einbruchstelle war ca. 50 Meter vom Ufer entfernt. Eine 56-jährige Frau befand sich in relativ sicherem Terrain neben der Unglücksstelle und hatte dem ins Eis eingebrochenen älteren Mann eine Rettungsstange sowie einen Rettungsring zugeführt. Der Wasserretter der DLRG Seeon-Truchtlaching und der Beamte der Polizeiinspektion Trostberg, beide in normaler Einsatzkleidung, robbten unter Lebensgefahr auf dem brüchigen Eis zu dem Verunglückten und versuchten mit der Rettungsstange den Mann aus dem Wasser zu ziehen. Bei diesem Rettungsversuch brach der Wasserretter ebenfalls ins Eis ein.

Zwischenzeitlich eintreffenden Wasserrettungs- und Feuerwehrkräften gelang es schließlich mit Booten und spezieller Wasserrettungsausrüstung die zwei eingebrochenen Männer aus dem Wasser an Land zu ziehen. Der Verunglückte, ein 76-jähriger Mann aus dem nördlichen Landkreis Rosenheim und der 30-jährige Wasserretter aus der Gemeinde Seeon-Seebruck wurden mit starken Unterkühlungen vom Rettungsdienst auf die Intensivstation der Kreisklinik Trostberg gebracht. Die Ersthelferin erlitt eine leichte Unterkühlung und wurde ebenfalls in die Kreisklinik Trostberg eingeliefert. Der 37-jährige ersthelfende Polizeibeamte zog sich bei der Rettungsaktion Schürfwunden an den Händen zu, ist aber weiterhin dienstfähig.

Am Griessee waren neben mehreren Polizeikräften und einem Polizeihubschrauber, die Wasserwacht Obing, die DLRG Seeon-Truchtlaching (16 Einsatzkräfte), zwei Rettungs-, ein Notarztwagen, je ein Einsatzleiter Wasserrettung und Rettungsdienst sowie die Feuerwehr Obing mit 25 Mann, im Einsatz.

Quelle: Pressemeldung der Polizeiinspektion Trostberg vom 27.01.2013