28.1.2013 Kitzingen. Zwei Feuerwehrleute, die wegen eines angeblichen Hochhausbrandes alarmiert worden waren, sind am Sonntagnachmittag auf der Fahrt zum Feuerwehrhaus mit ihren Autos zusammengestoßen und leicht verletzt worden. Der Sachschaden beträgt jedoch mehrere zehntausend Euro. Wie sich im Nachhinein herausstellte, war der Brand von einem Anrufer, der sich über Notruf aus einer Telefonzelle gemeldet hatte, frei erfunden worden. Jetzt sucht die Kitzinger Polizei nach Zeugen, die Hinweise auf den Anrufer geben können.

Kurz nach 13.30 Uhr war bei der Rettungsleitstelle ein Notruf eingegangen, dass es in einem Hochhaus in der Keltenstraße brennen würde. Daraufhin wurde ein größerer Alarm ausgelöst und zwei Feuerwehrleute machten sich mit ihren Privatautos auf den Weg zum Feuerwehrhaus.

Einer der beiden – ein 28-jähriger Golffahrer – wollte von einer Seitenstraße nach rechts in die Bismarckstraße einbiegen und stieß dabei mit einem von links kommenden Audi zusammen. Der A 5, der von einem 26-Jährigen gelenkt wurde, prallte dabei frontal in die Fahrerseite des VW. Durch die Wucht des Aufpralls wurde dieser anschließend nach links gegen einen geparkten Golf geschleudert. Beide Feuerwehrmänner wurden leicht verletzt und mussten zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden.

An den drei Autos entstand hoher Sachschaden, der von der Polizei auf mindestens 70.000 Euro geschätzt wird.

Als die anderen Rettungskräfte bei dem angeblich brennenden Hochhaus, in dem über 90 Menschen wohnen, eintrafen, stellte sich schnell heraus, dass der Anrufer den Brand frei erfunden hatte. Völlig umsonst waren also die sechs Feuerwehrfahrzeuge, zwei Rettungswägen samt Organisationsleiter und zwei Polizeistreifen zum Einsatzort geeilt. Und auch der Unfall der beiden Feuerwehrmänner wäre wohl so nicht passiert.

Die Rückverfolgung des eingegangenen Notrufes ergab schließlich, dass vermutlich ein Kind oder Jugendlicher, der sich mit dem Namen „Felix“ gemeldet hatte, aus der Telefonzelle am Kitzinger Falterturm angerufen hatte.

Die Polizei hofft nun, dass sich der Betreffende bzw. seine Angehörigen melden oder möglicherweise Zeugen Beobachtungen gemacht haben, die zur Aufklärung des Sachverhaltes beitragen.