1.2.2013. Ein 40-Tonner durchbrach in der Nacht zum Freitag die Schutzplanke auf der Autobahn A9 und stürzte eine zehn Meter tiefe Böschung hinab. Die Unfallfolgen: Ein leicht verletzter Brummifahrers, hoher Sachschaden, Einsatz der Gefahrgutspezialisten und langwieriger Bergungsaufwand für die Einsatzkräfte.

Der 57-jährige Fahrer des auch mit Gefahrgut beladenen Brummis war gegen 22.45 Uhr auf der A9 in Richtung Berlin unterwegs. Kurz vor Trockau, in einer langgezogenen Linkskurve, überholte ihn ein Lieferwagen.

Dessen 48-jähriger Fahrer kam beim Überholvorgang wegen Straßenglätte ins Schleudern und touchierte den 40-Tonner. Dadurch geriet der Lastzug nach rechts, durchbrach die Schutzplanke und stürzte die Böschung hinab.

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften von Feuerwehr, Rettungsdienst, Technischem Hilfswerk, Wasserwirtschaftsamt und Polizei eilte vorsorglich an den Unfallort. Gefahrgutspezialisten der Verkehrspolizei und der Feuerwehr Bayreuth öffneten den Laderaum und begutachteten die Gefahrensituation. Durch den Aufprall zerbarst einer von vier Behältern Ladegut, die insgesamt 80 Liter ätzender Ameisensäure enthielten. Davon liefen rund 17 Liter Flüssigkeit aus. Zum Teil verband sich die Säure mit einer Tonne zusätzlich geladenem Zinkoxid und verblieb dadurch im geschlossenen Transportraum. Die Spezialisten der Feuerwehr bargen das Gefahrgut. Es kam zu keinen Umweltschäden.

An der Unfallstelle mussten für die Rettungskräfte zwei Fahrstreifen und der Standstreifen gesperrt werden. In den Nachtstunden kam es wegen des geringen Verkehrsflusses zu keinen Behinderungen. Die Bergung des Brummis wird sich bis in die Morgenstunden hinziehen, jedoch außerhalb der Autobahn. Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 135.000 Euro.