1.1.2013. Acht Tage nach ihrem plötzlichen Verschwinden ist an Silvester eine 74-Jährige aus Gräfendorf tot aufgefunden worden. Es haben sich die Vermutungen bestätigt, dass die Rentnerin vom Hochwasser mitgerissen und dann abgetrieben wurde.

Wie bereits berichtet, war die 74-Jährige an Heiligabend um die Mittagszeit als vermisst gemeldet worden. Bekannt war, dass sie am Tag zuvor den Gottesdienst in der Dorfkirche Wolfsmünster mit einem anschließenden Weihnachtskonzert besucht hatte. Einem Zeugen war die Seniorin aufgefallen, als sie gegen 18.00 Uhr alleine von der Kirche in Richtung Saalebrücke gelaufen war.

Zu diesem Zeitpunkt herrschte steigendes Hochwasser. Um zu ihren Wohnanwesen zu gelangen, hätte die Seniorin über die Saalebrücke gehen müssen. Nach jetzigem Stand muss davon ausgegangen werden, dass die 74-Jährige in dem Wasser gestürzt ist und dann von der starken Strömung mitgerissen wurde.

Die von der Gemündener Polizei eingeleiteten Suchmaßnahmen, bei denen neben der Feuerwehr und der Wasserwacht auch zwei Mal ein Polizeihubschrauber im Einsatz war, waren in der Folgezeit ohne Ergebnis verlaufen.

Am Montagnachmittag bestätigten sich die schlimmsten Befürchtungen. Treibgutsammler entdeckten die Leiche der Frau am Zusammenfluss des Flüsschens Wolfsgraben und der Saale, einige hundert Meter von der Stelle entfernt, an der die 74-Jährige vermutlich von der Strömung erfasst worden war.

Die Wasserwacht brachte die Tote ans Ufer. Bei den Ermittlungen der Kripo Würzburg haben sich keinerlei Hinweise für ein Fremdverschulden am Tod der Frau ergeben.