6.1.2013 A9 Berg. Mit knapp zwei Promille verursachte ein 59-jähriger Brummifahrer am Samstag auf der Autobahn A9 zwei Verkehrsunfälle, bevor er sich im Führerhaus seines Lastwagens schlafen legte.

Zunächst teilten besorgte Verkehrsteilnehmer gegen 11:30 Uhr bei der Hofer Verkehrspolizei einen massiven Schaden an der rechten Schutzplanke der Autobahn auf fast einhundert Meter mit. Ein Unfallverursacher war hier allerdings weit und breit nicht in Sicht. Den Beamten, die unverzüglich an die Unfallstelle geeilt waren, war schnell klar, dass es sich bei dem Verursacher nur um einen größeren Lastwagen gehandelt haben konnte.

Und es genügte den Beamten nur einer Dieselspur zu folgen, die der Flüchtige hinterließ. Schließlich stellten die Polizisten den stark unfallbeschädigten Sattelzug auf der Rastanlage Hirschberg im Bundesland Thüringen fest, nur wenige Kilometer von der Unfallstelle entfernt. Dort hatte der Brummifahrer auch noch einen anderen Lastwagen beschädigt, bevor er sich schließlich in seinem Führerhaus schlafen gelegt hatte.

Nachdem in einem gemeinsamen Einsatz der Hofer Beamten, zusammen mit ihren Thüringer Kollegen, der 59-jährige Fahrer aus Brandenburg geweckt werden konnte, musste dieser erst einmal einen Alko-Test absolvieren. Dabei erreichte der Brummifahrer einen Alkoholwert von 1,86 Promille. Die Thüringer Beamten stellten den Führerschein des Brandenburgers sicher und führten ihn zu einer Blutentnahme. Den von ihm verursachten Schaden schätzen die Polizisten auf rund 60.000 Euro.

Für seine Alkoholfahrt im bayrisch-thüringischen Grenzgebiet wird sich der Berufskraftfahrer wegen verschiedener Verkehrsdelikte verantworten und seinen Beruf wohl für einige Zeit an den Nagel hängen müssen.