8.1.2013 Strahlungen. Eine Einladung zu einer Geburtstagsfeier, die von einem Jugendlichen durch das Betätigen eines falschen Knopfes in Facebook weit verbreitet wurde, hat am Samstag zu einem größeren Einsatz der Polizei geführt. Obwohl der 14-Jährige seinen Fehler relativ bald bemerkte, hatte es in Facebook bereits 1.200 Zusagen gegeben.

Als der Schüler das Gefühl hatte, dass ihm die ganze Geschichte aus dem Ruder läuft, vertraute er sich seinem Vater an, der schließlich die Polizeiinspektion Bad Neustadt/Saale verständigte. Die Polizeipräsenz verbreitete sich dann auch wieder schnell in Facebook. Letztendlich wurden bei den Kontrollen dann auch nur wenige Personen angetroffen, die die Party tatsächlich besuchen wollten.

Der Jugendliche hatte wenige Tage vor Weihnachten zu der sogenannten „Strahlunger Hausparty“ per Facebook eingeladen. Allerdings sollte dies nur an einen begrenzten Freundeskreis gehen. Durch das Betätigen des falschen Knopfes war die Einladung schließlich unkontrolliert unterwegs. Was dann in den folgenden Tagen passierte, war von dem jungen Mann so nicht gewollt. Bis zu 1.200 Zusagen waren innerhalb kürzester Zeit eingegangen, was den Schüler dazu veranlasste, die Einladung am 1. Weihnachtsfeiertag wieder aus dem Netz zu nehmen.

Nachdem die Nachfragen danach auch abebbten, war der Jugendliche der Meinung, es werde schon alles gut gehen. Als er dann jedoch am 4. Januar noch einmal auf die Einladung angesprochen wurde, bekam er kalte Füße und verständigte seinen Vater. Von dort wurde dann die Polizei informiert.

Aufgrund der vielen Zusagen, die via Facebook bereits eingelaufen waren, lief bei der Polizeiinspektion Bad Neustadt/Saale ein größerer Polizeieinsatz an, bei dem auch Streifenbesatzungen anderer Dienststellen beteiligt waren. Die an verschiedenen Örtlichkeiten durchgeführten Polizeikontrollen verbreiteten sich dann auch sehr schnell via Facebook, wobei vor der Teilnahme gewarnt wurde, da viel Polizei im Einsatz sei.

Tatsächlich wurde bei den entsprechenden Durchfahrtskontrollen im Bereich von Strahlungen am Samstag nur zwei Fahrzeuge mit sechs Fahrzeuginsassen festgestellt, die zu der angekündigten Party wollten. Nachdem sich schließlich im Laufe des Abends herausgestellt hatte, dass zu der Veranstaltung keinerlei Zulauf mehr zu verzeichnen war, konnte der Polizeieinsatz abgebrochen werden.

Das Polizeipräsidium Unterfranken nimmt diesen Fall noch einmal zum Einlass, vor dieser Art von Einladungen zu warnen. Wie schnell sie aus dem Ruder laufen und dadurch Polizeieinsätze nach sich ziehen können, hat dieser Fall vom vergangenen Samstag sehr deutlich gemacht.