7.1.2013 Aschaffenburg. Bei einem Verkehrsunfall auf der A 3 bei Aschaffenburg ist am Sonntagnachmittag eine Autofahrerin ums Leben gekommen. Die ältere Frau war mit ihrem Auto ins Schleudern geraten. Eine nachfolgende Autofahrerin hatte beim Versuch auszuweichen ebenfalls die Kontrolle verloren. Bei dem Zusammenstoß der beiden Pkw wurde die Rentnerin getötet. Eine vierköpfige Familie im zweiten Auto wurde mit leichteren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Die 82-Jährige war kurz vor 16.00 Uhr mit ihrem Opel Corsa zwischen den Anschlussstellen Aschaffenburg – Ost und Aschaffenburg in Richtung Frankfurt unterwegs. Etwa einen Kilometer nach dem Parkplatz Strietwald verlor die Frau aus dem Landkreis Bamberg, die sich allein in ihrem Fahrzeug befand, die Kontrolle über den Pkw. Sie geriet zunächst auf den Seitenstreifen und von dort wieder zurück auf die Fahrbahn.

Eine Autofahrerin aus Frankfurt kam beim Versuch, dem Auto der Frau auszuweichen, mit ihrem Nissan ebenfalls ins Schleudern. Schließlich stießen die Fahrzeuge auf dem mittleren Fahrstreifen zusammen, wobei der Nissan frontal gegen die Fahrerseite des Opel Corsa prallte. Nach etwa 20 Metern kamen die total beschädigten Autos zum Stillstand, nachdem sich der Opel Corsa der Rentnerin noch überschlagen hatte.

Die 82-Jährige wurde in ihrem Pkw eingeklemmt. Ein Notarzt, der den Unfall mitbekommen hatte und die Besatzung eines österreichischen Rettungswagens leisteten sofort Erste Hilfe und begannen mit Widerbelebungsmaßnahmen. Diese wurden dann von Rettungskräften fortgeführt wurden, die von der Rettungsleitstelle an den Unfallort beordert worden waren. Trotz der schnellen Hilfe war das Leben der älteren Dame allerdings nicht mehr zu retten. Noch während der Rettungsmaßnahmen war die Fahrerin von der Aschaffenburger Feuerwehr befreit worden, die mit einem Großaufgebot angerückt war.

In Absprache mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg kam zur Rekonstruktion des genauen Unfallgeschehens ein Sachverständiger an die Unfallstelle. Die A 3 ist zur Stunde (Stand 18.00 Uhr) in Richtung Frankfurt noch komplett gesperrt. Danach soll der Verkehr einspurig vorbei geleitet werden. Zwischenzeitlich hatte sich ein Stau mit einer Länge von bis zu vier Kilometern gebildet.