6.2.2013 Herrsching. Das Nebengebäude eines Wohnhauses in Herrsching ist heute Vormittag in Brand geraten und schließlich vollständig niedergebrannt.

Kurz nach 10 Uhr ging die Mitteilung über den Brand bei der Rettungsleitstelle ein. Ein Anwohner aus einer angrenzenden Straße hatte die Rauchentwicklung an dem Einfamilienhaus in der Rehmstraße festgestellt und den Notruf getätigt. Als die alarmierte Herrschinger Feuerwehr am Brandort eintraf, stand das in Holzbauweise errichtete Nebengebäude bereits im Vollbrand.

Der Hauseigentümer hatte zuvor bereits vergeblich versucht, das Feuer zu löschen. Bei seinen Löschbemühungen zog sich der 76-Jährige Brandverletzungen am Kopf zu, konnte jedoch noch das Gebäude verlassen. Er musste durch den Rettungsdienst versorgt werden.

Den rund 50 eingesetzten Feuerwehrleuten aus Herrsching, Seefeld, Oberalting und Breitbrunn gelang es, ein Übergreifen des Feuers auf das unmittelbar angrenzende Hauptwohngebäude und weitere benachbarte Gebäude zu verhindern.

Das Nebengebäude, in dem sich Werkstatträume und eine Bibliothek befanden, brannte jedoch vollständig nieder. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der dabei entstandene Sachschaden auf rund 100.000 Euro. Bedingt durch die Löscharbeiten musste die Rehmstraße komplett gesperrt werden. Auf weiteren umliegenden Straßen kam es phasenweise ebenfalls zu Verkehrssperrungen.

Im Verlauf der Aufräumarbeiten wurden von der Feuerwehr im abgebrannten Gebäude zwei Gasflaschen (Acetylen und Sauerstoff) aufgefunden, die durch die Einwirkung des Feuers stark erhitzt waren. Um eine Gefährdung von Anwohnern ausschließen zu können, wurden aus zwei benachbarten Wohnanwesen 6 Personen evakuiert. Die beiden Gasflaschen werden nun von der Feuerwehr mit Wasser gekühlt, bis deren Temperatur außerhalb des kritischen Bereichs liegt.

Erste Erkenntnisse der Brandfahnder der Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck deuten darauf hin, dass der Brand im Bereich der Rauchrohrdurchführung eines in der Werkstatt befindlichen Holzofens entstanden ist.