6.2.1013 Goßmannsdorf. Nachdem sich am Montagabend ein Gütermotorschiff bei der Einfahrt in die Schleuse Goßmannsdorf quergestellt hat, steht inzwischen fest, dass doch ein größerer Schaden entstanden ist. Taucher haben bei ihren Untersuchungen am Dienstag festgestellt, dass im Bugbereich ein etwa 40 cm langer Riss ist, durch den nach wie vor Wasser eindringt.

Wie bereits berichtet, war das mit 1.000 Tonnen Mais beladene Schiff , das von Ungarn in die Niederlande unterwegs war, gegen 20.40 Uhr bei der Einfahrt in den Vorkanal der Schleuse quergefallen. Danach lag es vor dem Einfahrtskanal, wobei der Bug an Land und der Mitschiffsbereich am Oberwassertrenndamm festhing. Wegen eines Lecks drang in der Folge Wasser in den Vorschiffsbereich der Matrosenwohnung ein. In der Folge musste das 85 Meter lange Schiff durch mehrere Feuerwehren stabilisiert werden.

Gegen 23.30 Uhr war es dann gelungen, das Schiff wieder frei zu bekommen, nachdem Wasser angestaut worden war. Danach machte die „Ursel“ in der Nähe der Schleuse am Ufer fest. Im Laufe des Dienstags kam eine Taucherfirma zum Einsatz, um den Schaden am Schiff zu begutachten. Dabei stellte sich heraus, dass im Bugbereich ein 40 cm langer Riss entstanden war, durch den nach wie vor Wasser eindringt. Allerdings kann dies mit schiffseigenen Pumpen abgepumpt werden. Im Laufe des Mittwochs soll das entstandene Leck abgedichtet werden. Danach entscheidet das Wasser- und Schifffahrtsamt, ob bzw. unter welchen Auflagen das Schiff seine Fahrt fortsetzen kann.

Nach den bislang durchgeführten Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Würzburg ist der Unfall auf einen Fahrfehler des 47-jährigen ukrainischen Kapitäns zurückzuführen. Gegen den Mann wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren nach der Binnenschifffahrtstraßenordnung eingeleitet.