8.1.2013 Grattersdorf, Landkreis Deggendorf. In einem Einfamilienhaus wurden bei einer polizeilichen Nachschau am Montag, 7.1.2013 gegen 20:00 Uhr zwei Leichen aufgefunden. Es dürfte sich nach derzeitigem Ermittlungsstand um das darin wohnende Ehepaar im Alter von 63 und 65 Jahren handeln. Der 40-jährige Sohn verständigte die Polizei, er machte sich Sorgen um seine Mutter, weil er seit längerer Zeit nichts mehr von ihr gehört hatte.

Unverzüglich nach Eingang der Mitteilung gegen 19:00 Uhr wurde das Einfamilienhaus von einer Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Deggendorf angefahren und der Sachverhalt überprüft. Von außen konnten im Wohnbereich liegende, leblose Personen festgestellt werden.

Nach Wohnungsöffnung unter Mithilfe der örtlichen Feuerwehr bestätigte sich der schreckliche Verdacht. Im Bereich der Leichen wurden Patronenhülsen und eine Schusswaffe aufgefunden. Ob Schussverletzungen todesursächlich waren, kann derzeit noch nicht abschließend gesagt werden. Der Kriminaldauerdienst der Kripo Straubing hat unverzüglich die Tatortarbeit aufgenommen.

Mittlerweile wurde dem Fachkommissariat der Deggendorfer Kripo die Bearbeitung des Falles übertragen.

Derzeit laufen die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kripo hinsichtlich der Todesursachen auf Hochtouren. „Es wird in alle Richtungen ermittelt, jedoch deutet momentan viel auf ein Suizidgeschehen hin“, so Leitende Oberstaatsanwältin Kunigunde Schwaiberger von der Deggendorfer Staatsanwaltschaft. „Hinweise auf ein Einwirken Dritter liegen derzeit nicht vor“, so die Behördenleiterin weiter.

Beide Leichen werden heute Nachmittag im Rechtsmedizinischen Institut in München obduziert. Weitere Details zu dem tragischen Fall werden ggf. nachberichtet.