7.12.2012 Ingolstadt. Aus dem völlig zerstörten Haus wurde heute Mittag ein Toter geborgen. Die Obduktion der Leiche wird noch heute Nachmittag am Institut für Rechtsmedizin in München durchgeführt.

Wie berichtet, wurde heute Früh, gegen 03.00 Uhr, durch eine Explosion mit anschließendem Brand ein Einfamilienhaus in einem Wohngebiet in Ingolstadt fast völlig zerstört. Benachbarte Gebäude wurden durch die Druckwelle und umherfliegende Gebäudeteile ebenfalls beschädigt. Drei Anwohner erlitten einen Schock und wurden ärztlich behandelt. Rund 40 Kräfte der Feuerwehr Ingolstadt, unterstützt von THW und Rettungsdienst, waren mit der Einsatzbewältigung betraut.
Gegen Mittag konnte mit Hilfe eines Polizeihubschraubers im 1. Stock des völlig zerstörten Gebäudes eine leblose Person lokalisiert werden. Mit einem Hebekran gelang unter schwierigen, gefährlichen Einsatzbedingungen die Bergung einer männlichen Leiche, die in einer Badewanne lag.
Die von der Staatsanwaltschaft Ingolstadt angeordnete Obduktion der Leiche wird heute Nachmittag im Institut für Rechtsmedizin in München durchgeführt.
Ob es sich bei dem Toten um den vermissten 46-jährigen Sohn der Hauseigentümerin handelt, ist derzeit noch unklar.

Ebenso ungeklärt ist die Ursache für die Explosion. Unterstützt von einem Gutachter des Landeskriminalamtes ermittelt die Kriminalpolizeiinspektion Ingolstadt derzeit vor Ort. Zur Schadenshöhe können derzeit noch keine Angaben gemacht werden.
Die weiteren noch notwendigen Schuttabtragungen vor Ort werden voraussichtlich noch mehrere Stunden andauern.

Einzelheiten zu den Einsatzkräften:
– Feuerwehr Ingolstadt: 40
– Rettungsdienst mit Arbeiter-Samariter-Bund und KIT: 60
– THW: 15
– Versorgung der Einsatzkräfte durch ASB
– Polizeiinspektion, Kriminalpolizeiinspektion, Verkehrspolizeiinspektion, Operative Ergänzungsdienste:30