9.4.2013 Hengersberg. Einen Toten, einen Schwerverletzten und einen Gesamtsachschaden von über 100.000 Euro forderte ein schwerer Verkehrsunfall am Montag, 8.4.2013, kurz nach 16:00 Uhr, auf der BAB A 3, Richtung Regensburg, kurz vor der AS Hengersberg.

Aufgrund einer Straßenbaustelle auf der rechten Fahrspur der BAB A 3, Richtung Regensburg, zwischen der AS Hengersberg und dem AK Deggendorf, staute sich der Verkehr auf beiden Fahrspuren bis kurz vor der Ausfahrt Hengersberg. Die Baustelle war vorschriftsmäßig abgesichert und zusätzlich Stauwarnschilder aufgestellt.

Der 35-jährige Fahrer eines Lkw mit Anhänger näherte sich auf der rechten Fahrspur langsam dem Stauende und reduzierte seine Geschwindigkeit auf bis ca. 5 km/h. Ein 70-jähriger tschechischer Lkw-Fahrer bemerkte das Stauende offensichtlich zu spät und fuhr mit seinem Sattelzug mit hoher Geschwindigkeit auf den Lkw-Anhänger auf.

Der Sattelzugfahrer versuchte noch vergeblich mittels einer Vollbremsung und einem Ausweichen auf die Standspur den Unfall zu verhindern. Der Sattelzug, beladen mit 24 Tonnen Zitronensäure-Granulat in Säcken, schleuderte nach rechts und verfing sich in der Außenschutzplanke. Der Lkw mit Anhänger, beladen mit Holz und Holzmöbeln, kippte durch die Wucht des Aufpralls nach links auf die Fahrerseite um.

Der 70-jährige Unfallverursacher wurde im Führerhaus eingeklemmt und musste von der Feuerwehr mit dem Rettungsspreitzer geborgen werden. Er kam mit schwersten Verletzungen mittels Rettungswagen in eine Klinik, wo er kurze Zeit später verstarb. Der 35-Jährige erlitt schwere Verletzungen und wurde mittels Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.

Der Gesamtschaden (Totalschäden) beider Lkw wird auf ca. 100.000 Euro geschätzt. An der Leitplanke entstand ein Schaden von ca. 3000 Euro.

Zur Klärung des genauen Unfallherganges wurde nach Rücksprache mit dem Jourstaatsanwalt ein Gutachter hinzugezogen. Der Sattelzug wurde sichergestellt.

Die Autobahn war bis um 21:00 Uhr in Richtung Regensburg gesperrt. Es bildete sich hierbei ein Rückstau von zeitweise bis zu 15 km. Auch auf den Umleitungsstrecken kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Von der Integrierten Leitstelle Straubing wurden für den schweren Unfall die Feuerwehren aus Garham, Hengersberg, Osterhofen, Schöllnach, Schwarzach, Iggensbach und Deggendorf alarmiert. Außerdem beorderte die ILS vier Rettungsfahrzeuge, zwei Notärzte und den Rettungshubschrauber Christoph 15 zum Unfallort.