22.3.2013 München. Am Donnerstag, 21.03.2013, besuchte in der Früh ein vom Amtsgericht München beauftragter Sachverständiger eine Wohnung in Moosach zur Besichtigung und Schätzung, da ein Vollstreckungsbefehl vorlag.
Hierbei erwähnte die 39-jährige Tochter der Wohnungsinhaberin, dass ihre Mutter bereits vor längerer Zeit gestorben wäre und sie für die Beerdigung kein Geld hätte.

Daraufhin verständigte der Sachverständige das Amtsgericht, das wiederum das für Todesermittlungen zuständige Kommissariat 12 verständigte. Die Kriminalpolizei veranlasste eine Nachschau über die örtlich zuständige Polizeiinspektion.

Da auf Klingeln niemand öffnete, musste die Wohnung mit dem Schlüsseldienst geöffnet werden. Bei der Nachschau stellte sich tatsächlich heraus, dass die Wohnungsinhaberin tot und mit Zeichen fortgeschrittener Mumifizierung und Skelettierung auf einer Schlafcouch lag.

Eine Obduktion des Leichnams erbrachte keine Zeichen von Gewalteinwirkung. Aufgrund des Zustand des Leichnams war eine eindeutige Todesursache nicht mehr feststellbar. Befunde am Herzen haben ergeben, dass die Verstorbene sehr wahrscheinlich schwer Herzkrank war. Weiteren Ermittlungen zu Folge ist die Frau 70-Jährig am 10.07.2012 gestorben.

Die Tochter hat sich auf freiwilliger Basis in stationäre psychiatrische Behandlung begeben. Die Wohnung wurde von der Polizei versiegelt, das Nachlassgericht kümmert sich nun um die weitere Verfahrensweise.