13.4.2013. Drei schwere Verkehrsunfälle auf beiden Richtungsfahrbahnen der BAB A 3 zwischen den Anschlussstellen Rosenhof und Wörth/Wiesent führten ab den frühen Abendstunden des 12.04.2013, bis in die Nachtstunden zu stundenlangen Totalsperren und erheblichen Behinderungen, sowohl auf der BAB als auch den Umleitungsstrecken.

22 Verletzte, darunter mehrere Schwerverletzte und ein Gesamtschaden der in die Hunderttausende gehen dürfte sind die vorläufige Bilanz. Ursächlich sind nach ersten Erkenntnissen wohl zu geringer Abstand und nicht angepasste Geschwindigkeit. Die federführende Sachbearbeitung oblag der Verlehrspolizeiinspektion Regensburg, die von angrenzenden Dienststellen Unterstützung erfuhr.

Der erste und auch schwerste Unfall ereignete sich gegen 17:30 Uhr auf der Richtungsfahrbahn Passau – Regensburg, im Baustellenbereich. Daran beteiligt waren zwei Lkw und zehn Pkw. Es gab sechs Schwerverletzte, darunter einen schwerstverletzten Mann und eine hochschwangere Frau sowie 12 leicht bis mittelschwer verletzte Personen, die alle in Krankenhäuser der Umgebung verbracht wurden. Drei Rettungshubschrauber und eine Vielzahl von Rettungskräften sowie die Feuerwehren der Region waren in die Rettungs- und Bergemaßnahmen eingebunden.

Auslöser für diesen folgenschweren Unfall war die offensichtliche Unaufmerksamkeit eine Lkw-Fahrers, der einen Stau, der sich wegen eines Pannenfahrzeuges gebildet ebenso wenig bemerkte wie die baubedingte Fahrbahnverschwenkung. Er überrollte zunächst am Beginn der Baustelle die aufgestellten Verkehrszeichen und prallte dann in die Fahrzeuge des Staus, der sich gebildet hatte.

Nach Einrichtung der Ausleitung an der AS Wörth/Wiesent wurden die im Stau stehenden Personenwagen gegen die Fahrtrichtung aus dem Unfall- und Staubereich gelotst. Bevorzugt behandelt wurden die Insassen eines Taxi, in dem ein Kleinkind mit seiner Mutter saß, die ebenso auf dem Weg in ein Krankenhaus waren wie die Insassen eines anderen Pkw, darunter zwei Babies, ebenfalls auf Anfahrt ins Krankenhaus. Erwähnt werden soll an dieser Stelle auch die große Hilfsbereitschaft von Lkw-Fahrern aus Holland und der Türkei, die das Pannenfahrzeug wieder flott machten.

Der zweite Unfall ereignete sich gegen 17:40 Uhr auf gleicher Höhe wie der geschilderte, allerdings auf der Gegenfahrbahn. Ob die oft zitierte „Neugier“ der Auslöser dafür war ist nicht bekannt. Hier fuhren drei Fahrzeuge – ein Pkw und zwei Kombi – aufeinander und es gab dabei zwei Leichtverletzte. Der Sachschaden in diesem Fall liegt bei etwa 50.000 Euro. Zeitnah konnte nach der Unfallaufnahme einer der beiden blockierten Fahrstreifen geräumt werden.
Die dritte Kollision trug sich ebenfalls auf dieser Richtungsfahrbahn, etwa gegen 18:40 Uhr und kurz nach der AS Rosenhof zu. Beteiligt waren daran vier Lkw und ein Pkw. Glücklicherweise gab es nur zwei leichtverletzte Personen. Wie hoch der Sachschaden zu beziffern ist, steht noch nicht fest. Wegen dieses gravierenden Verkehrsunfalle musste auch diese Richtungsfahrbahn bis in die Nachtstunden hinein gesperrt werden. Die Ausleitung erfolgte an der AS Rosenhof.