15.12.2012. Tragisch endete eine Pferdekutschfahrt von Firmenmitarbeitern aus dem Raum Würzburg, die am Freitagabend, 14.12.2012, im Rahmen einer Feierstunde in einem dortigen Hotel eine nächtliche Ausfahrt von Lengenfeld zur Tropfsteinhöhle bei Velburg unternahmen.

Bei der Rückfahrt über die Staatsstraße 2220, zwischen Velburg und Lengenfeld, knapp zwei Kilometer vor Lengenfeld, übersah nach ersten Erkenntnissen eine den beiden Pferdekutschen folgende 41jährige Pkw-Lenkerin aus dem Landkreis aus noch ungeklärten Gründen die Fuhrwerke vor ihr und prallte nahezu ungebremst gegen die letztere Kutsche. Dieses Fuhrwerk wurde durch die Wucht des Anstoßes auch noch auf die erstere Kutsche geschoben.

Die insgesamt 23 Fahrgäste (alle mittleren Alters im Bereich zwischen 30 und 50 Jahren) sowie die beiden Kutschführer wurden von den Sitzbänken zum Teil auf die Fahrbahn und das angrenzende Feld geschleudert. Zwei von den Gästen aus dem hinteren Bereich der Sitzbänke erlitten schwerste Verletzungen.
Vier weitere Fahrgäste, sowie die Unfallverursacherin und ein Kutscher wurden mit mittelschweren Verletzungen in umliegende Krankenhäuser gebracht. 14 weitere Personen zogen sich leichtere Verletzungen zu und wurden teils vor Ort, teils in ihrer Unterkunft ärztlich versorgt. Insgesamt mussten 13 Fahrgäste zur Behandlung in umliegende Kliniken verbracht werden.

Die ärztliche Versorgung vor Ort bei eisigen Temperaturen erfolgte durch den Einsatz von 20 Notärzten, rund 80 Rettungskräften, 25 Rettungsfahrzeugen sowie einem Rettungshubschrauber. Der Einsatz wurde koordiniert vom Leitenden Notarzt, Herrn Dr. Sperber sowie dem BRK-Organisationsleiter, Herrn Suchomel.

Zur Absicherung und Ausleuchtung der Unfallstelle waren 30 Einsatzkräfte der Feuerwehren Velburg und Lengenfeld vor Ort.
Auch der Bürgermeister der Stadt Velburg, Herr Bernhard Kraus, machte sich an der Unfallstelle umgehend ein Bild vom Geschehen.

Relativ unversehrt blieben bei dem Zusammenstoß die vier Pferde, von den jeweils zwei ihre Kutsche gezogen hatten. Die Tiere konnten schnell versorgt werden.

Am Pkw der Unfallverursacherin entstand Totalschaden, der zusammen mit den Schäden an den beiden Pferdekutschen etwa 30 000,– Euro betragen wird.

Zur letztlichen Klärung der Unfallursache beorderte die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth einen Sachverständigen an die Unfallstelle, der zusammen mit den Einsatzkräften der PI Parsberg das Unfallgeschehen analysieren wird.
Die Staatsstraße 2220 war für insgesamt gut drei Stunden total gesperrt.