20.2.2013 Dachau. Durch einen Brand in einer Altpapiersortieranlage wurden heute morgen in Dachau 5 Personen verletzt. Nach ersten Schätzungen entstand ein Brandschaden von rund 1,3 Millionen Euro.

Kurz vor 8 Uhr war auf dem Firmengelände eines Recyclingunternehmens in der Theodor-Heuss-Straße ein Feuer im Bereich der Altpapiersortieranlage ausgebrochen. Angestellte des Betriebes hatten das Feuer im Bereich eines Grobsiebes der Anlage bemerkt.

Nach ihrer Alarmierung rückten die Feuerwehren aus Dachau, Karlsfeld, Ampermoching, Prittlbach, Gröbenzell, Oberschleißheim, Eschenried und Feldgeding mit mehr als 100 Einsatzkräften zu den Löscharbeiten an. Trotz des schnellen Einsatzes der Feuerwehren griff das Feuer von dem Grobsieb auf den Dachstuhl der Halle über, in dem die Sortieranlage installiert ist.

Sowohl das Hallendach, als auch Teile der Sortieranlage wurden durch den Brand schwer beschädigt. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der entstandene Brandschaden auf rund 1,3 Millionen Euro. Der Hauptbrandherd konnte zwischenzeitlich von den Feuerwehren gelöscht werden. Nachdem in der Halle jedoch beträchtliche Mengen Altpapier gelagert waren und sich dort weitere kleinere Brandstellen gebildet haben, dauern die Löscharbeiten derzeit noch an. Bei der Bekämpfung dieser Brandherde wird die Feuerwehr vom THW unterstützt.

Aufgrund der von der Brandstelle ausgehenden starken Rauchentwicklung wurde von der Polizeiinspektion Dachau eine Gefahrendurchsage für die Bevölkerung im Rundfunk veranlasst. Diese konnte jedoch zwischenzeitlich wieder aufgehoben werden.

Fünf Arbeiter der betroffenen Firma, die sich in der Halle aufgehalten haben, zogen sich leichte Rauchgasvergiftungen zu. Drei Männer wurden noch am Brandort von rund 30 eingesetzten Rettungskräften der Rettungsdienste erstversorgt. Zwei weitere Männer wurden zur weiteren Behandlung in Kliniken verbracht, konnten diese jedoch zwischenzeitlich wieder verlassen.

Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen zu diesem Brandfall übernommen. Abschließende Aussagen zur Brandursache sind derzeit nicht möglich, da die Brandstelle wegen der noch laufenden Löscharbeiten noch nicht betreten werden kann. Aufgrund der Gesamtumstände gehen die Brandfahnder aber mit hinreichender Sicherheit davon aus, dass der Brand im Bereich des Grobsiebes ausgebrochen ist. Anhaltspunkte für eine vorsätzliche Brandlegung gibt es bisher nicht.