9.1.2013. Am zurückliegenden Freitag, 04.01.2013, kurz nach 21.00 Uhr verständigten Hausbewohner des Anwesens Halskestraße 17 in Müchen Obersendlung Polizei und Rettungsdienst, da sie im Hauseingang die schwer verletzte 31-jährige Hausmitbewohnerin Katrin Michalk vorfanden.

Portraitaufnahme von Katrin Michalk

Aufmerksam wurden die Hausbewohner durch Hilferufe im Treppenhaus.
Der Notarzt konnte trotz durchgeführter Reanimationsmaßnahmen nur noch den Tod der 31-Jährigen feststellen.

Die noch in der Nacht durchgeführte Obduktion des Opfers im Institut für Rechtsmedizin in München ergab, dass der Tod infolge multipler Stichverletzungen eintrat. Vor Ort konnte auch eine abgebrochene Messerklinge aufgefunden werden. Der Messergriff konnte bisher trotz intensivster Suchmaßnahmen im Nahbereich des Tatortes nicht aufgefunden werden.

Vor Ort übernahm die Mordkommission München die weiteren Ermittlungen.

Die Hintergründe der Tat sind bisher unklar und der oder die Täter(in) seitdem flüchtig. Auch konnte noch keine tatverdächtige Person ermittelt werden.

Derzeit wird nicht von einer Raubstraftat oder einem Sexualmord ausgegangen. Auch besteht gegen den Lebensgefährten des Opfers kein Tatverdacht.

Nach jetzigem Ermittlungsstand steht fest, dass die 31jährige Verlagsangestellte am Tatabend das Fitnessstudio “FitnessFirst“ in der Einsteinstraße besuchte. Von dort dann vermutlich über die Haltestelle “Leuchtenbergring“ bis zum Marienplatz mit der S-Bahn unterwegs war und von dort mit der U-Bahn (Linie U3) bis zur Haltestelle “Aidenbachstr.“ fuhr.

 

Katrin Michalk auf dem Ausschnitt aus den Aufzeichnungen einer S-Bahn-Kamera vom Tatabend

Die Mordkommission München bitte die Bevölkerung um Mithilfe. Personen, die Hinweise zur Person des Opfers oder Ihrem Umfeld und der Tat geben können, sowie Personen, die das Opfer in der Zeit zwischen 19.30 Uhr und 21.00 Uhr auf dem Weg vom Fitnessstudio nach Hause gesehen haben, werden gebeten sich unter 089 / 29 10 – 0 mit der Mordkommission in Verbindung zu setzen. Dies gilt inbesondere für Personen, die sich gegen 20.50 h am U-Bahnhof „Aidenbachstr.“ aufgehalten haben.
Ebenso Personen, die zum Verbleib des fehlenden Messergriffes Angaben machen können.

Bei den veröffentlichten Lichtbildern handelt es sich um ein Portraitfoto sowie um einen Ausschnitt aus den Aufzeichnungen einer S-Bahn-Kamera vom Tatabend.

Aufgrund der laufenden Ermittlungen werden aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Details, insbesondere zur Spurenlage, bekannt gegeben.

Für die weiteren Ermittlungen wird mit heutigem Tag die Ermittlungsgruppe (EG) „Aidenbach“ beim KFD 1 eingerichtet.

Die Ermittlungen dauern an.