30.1.2013 Neumarkt in der Oberpfalz. Geklärt ist mittlerweile der Identität der beiden am 29.01.2013 tot in einer Wohnung in der Badstraße aufgefundenen Männer.

Auf das Geschehen aufmerksam gemacht wurde die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberpfalz gegen 15.15 Uhr nachdem dort der ebenfalls in das Geschehen involvierte 43-jährige Neumarkter angerufen hatte. Wenig später ging der Notruf eines Hausbewohners bei der Rettungsleitstelle in Regensburg ein, der eine verletzte Person in dem Haus mitteilte.
Dies bestätigte sich beim Eintreffen der Polizeistreife.

Sie fanden den 43-jährigen kosovarischen Staatsangehörigen blutend, mit schweren Schnittverletzungen im Treppenhaus auf. In der angrenzenden Wohnung stießen die Beamten in der Küche auf zwei am Boden liegende Männer. Dabei handelte es sich um zwei der Bewohner, einen 65-jährigen bzw. 26-jährigen Mann. Vater und Sohn sind in der Wohnung gemeldet, daneben die Ehefrau und ein weiterer Sohn der Eheleute.

Der verletzte 43-Jährige wurde in ein Krankenhaus verbracht, er befindet sich außer Lebensgefahr. Bei ihm handelt es sich um den Schwiegersohn/Schwager der Getöteten. Was sich zwischen dem Trio in der Wohnung abgespielt hat ist nach wie vor unklar, insbesondere was der Auslöser für diese Bluttat war und welche Rolle dabei jeder der Beteiligten spielte. Was sich im Vorfeld der Tat zutrug bedarf ebenfalls noch der weiteren Abklärung durch die ermittelnde Kriminalpolizeiinspektion Regensburg. Am Tatort fanden sich ein Messer und ein weiteres Küchenwerkzeug, die für die Tat verwendet worden sein könnten.

Bereits den Vormittagsstunden des 28.01.2013 hatte der 43-Jährige die PI Neumarkt angerufen und angedroht sich von einem Felsen der Burgruine Wolfstein in die Tiefe zu stürzen. Als Grund hierfür nannte er familiäre Probleme.

Die Situation an der Burgruine konnte durch die örtlichen Polizeikräfte und Angehörige der Verhandlungsgruppe des PP Oberpfalz bereinigt werden. Der 43-Jährige begab sich danach freiwillig in stationäre therapeutische Behandlung. Diese Einrichtung verließ er aber am 29.01.2013 wieder.

Die beiden Getöteten, die ebenfalls die kosovarische Staatsangehörigkeit besitzen werden am 30.01.2013 in den Mittagsstunden am Institut für Rechtsmedizin der Universität Nürnberg/Erlangen obduziert.

Um die Betreuung der Familienangehörigen kümmerten sich bis spät in die Abendstunden des Tattages Mitglieder des Kriseninterventionsteams.