4.1.2013 Aschaffenburg. Der guten Reaktion einer 79-Jährigen ist es zu verdanken, dass die Kriminalpolizei Aschaffenburg noch am Donnerstagmittag eine Tatverdächtige vorläufig festnehmen konnte. Die Rentnerin sollte mit einem sogenannten „Enkeltrick“ dazu gebracht werden, der mutmaßlichen Täterin einen hohen Bargeldbetrag auszuhändigen.

Es war gegen 11.00 Uhr, als die Seniorin den ersten Anruf einer Frau erhielt, die sich als ihre Enkelin ausgab. Für einen günstigen Wohnungskauf benötige diese angeblich auf die Schnelle 19.000 Euro. Das Geld solle von der Angestellten eines Notars abgeholt werden.

Die Rentnerin ließ sich nicht ohne weiteres auf das Anliegen der Anruferin ein. Sie wollte sich die Geschichte der „Enkelin“ zuerst von ihrem Sohn bestätigen lassen. Der wusste natürlich nichts von einem bevorstehenden Wohnungskauf seiner Tochter. Geistesgegenwärtig verständigte der Sohn schließlich die Polizei.

Im Rahmen der daraufhin eingeleiteten Fahndung konnte eine 22-Jährige aus dem Raum Dietzenbach in der Nähe der Wohnung der 79-Jährigen von Kriminalbeamten vorläufig festgenommen werden. Sie steht im Verdacht, an der Tat beteiligt gewesen zu sein. Nach einer ersten Vernehmung wurde die Frau wieder auf freien Fuß gesetzt.