4.2.2013 (9:55 Uhr) Neumarkt. Wie bereits berichtet, kam es am 04.02.2013, gegen 03.25 Uhr, auf der BAB A 3 in Fahrtrichtung Nürnberg zwischen den Anschlussstellen Beratzhausen und Parsberg zu einem schweren Verkehrsunfall, bei dem ein Mann getötet und 15 Personen zu Teil schwer verletzt wurden. Mittlerweile sind nähere Details bekannt.

Am 04.02.2013, gegen 03.25 Uhr, befuhr ein 40-Tonner Sattelzug mit türkischer Zulassung, der Fische geladen hatte, die BAB A 3 in Fahrtrichtung Nürnberg. Zwischen den Anschlussstellen Beratzhausen und Parsberg kam er aus bislang noch nicht geklärten Umständen ins Schleudern, prallte mit dem Fahrerhaus gegen die Mittelleitplanke und stellte sich über beide Fahrstreifen quer.

Offensichtlich wollte der Lkw-Fahrer anschließend rückwärts fahren. Während dieser Zeit befuhr ein Reisebus mit rumänischer Zulassung, der mit ca. 30 Personen besetzten war, ebenfalls die BAB A 3 in Fahrtrichtung Nürnberg. Als der Busfahrer einen auf dem rechten Fahrstreifen fahrenden Lkw überholen wollte, kollidierte er mit dem noch auf der Autobahn querstehenden türkischen 40-Tonner.

Dabei wurde der Busfahrer schwer verletzt und sein Ersatzfahrer, der in einer Kabine unter dem Fahrersitz schlief, getötet. Von den Businsassen wurden 15 Fahrgäste verletzt, vier davon schwer. Die anderen Fahrgäste blieben unverletzt. Der Fahrer des türkischen Sattelzuges wurde schwer verletzt. Der Fahrer des überholten Lkw`s, der noch rechtzeitig abbremsen konnte, blieb unverletzt. Die Autobahn ist seit ca. 03.45 Uhr in Fahrtrichtung Nürnberg komplett gesperrt.

In Fahrtrichtung Regensburg läuft der Verkehr ungehindert. Nach dem Unfall war das Bayerische Rote Kreuz vor Ort und versorgte die Verletzten. Es wurde ein beheiztes Zelt aufgebaut, in dem die Unverletzten mit warmen Getränken versorgt wurden. Die 15 Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Auf Anordnung der Staatsanwalt Nürnberg/Fürth wurde ein Gutachter angefordert.

Aufgrund der äußerst widrigen Straßen- und Witterungsverhältnisse vor Ort gibt es derzeit keine Ab- bzw. Umleitungen. Die im Stau stehenden Personen werden vom Bayerischen Roten Kreuz betreut. Ortskundigen Verkehrsteilnehmern wird empfohlen die Unfallstelle großräumig zu umfahren.

Die Bergung der Fahrzeuge an der Unfallstelle wird vermutlich noch mehrere Stunden in Anspruch nehmen.